Musik statt Liebesnacht

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Lieblingssongs stimulieren die gleichen Kopf-Regionen wie gutes Essen oder Sex. Das ergaben Forschungen am Massachusetts General Hospitals {http://www.massgeneral.org} . Die Wissenschaftler untersuchten die Gehirnaktivität von Musikern vor der Geräuschkulisse des dritten Klavierkonzerts von Rachmaninow.

Die Messung erfolgte mit Hilfe der Positronen Emissions-Tomografie (PET), um zu erkennen, welche Gehirnregionen von welchen Klängen stimuliert werden.
Im Rahmen der Studie spielte die Neurologin Anne Blood zehn Musikern 90 Sekunden lang das klassische Musikstück vor. Laut Angaben der Probanden lief ihnen ein angenehmer Schauer über den Rücken. Zur Kontrolle mussten sich die Musiker auch Sequenzen unterziehen, die sie nicht sonderlich berührten, so die Forscherin im Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS) {http://www.pnas.org} . Laut Blood tritt dieser neuronale Effekt des Wohlfühlens nicht nur bei der Kombination Klassik und Musiker auf, sondern auch bei jenen Menschen, die ihre Lieblingssongs hören. "Schöne Musikstücke aktivieren viele der Gehirnstrukturen, die auch bei gutem Essen oder anderen Gefühlen einer starken Durchblutung unterliegen", erklärte Blood. Einer wichtigen Rolle komme dabei wahrscheinlich dem dopaminergen System zu, das schon aus anderen Versuchen als "Belohnungssystem" bekannt ist.
Das zugrunde liegende System ist allerdings nicht neu, sondern entwicklungsgeschichtlich überlebenswichtig. Die Neurologin hält die gesteigerte Aktivität des ursprünglichen Belohnungssystems durch Musik für eine Weiterentwicklung des Gehirns. Dabei ist die menschliche Wahrnehmung mit den alten lebensnotwendigen Gehirnstrukturen verknüpft. So sei zwar Musik nicht lebensnotwendig, aber für die Psyche des Menschen sehr wichtig.

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